Akkurasenmäher STIGA Combi 50 S AE im Test

STIGA Combi 50 S AE im Test Akkumäher

Auch wenn sich heuer im Südwesten der Republik die meisten weniger Gedanken um Ihren Rasen als viel mehr um überschwemmte Keller, Unwetter und Trocknungsgeräte machen möchte ich Euch trotzdem von unserem Großprojekt Akkurasenmäher berichten. Seit mehreren Wochen testen und nutzen wir nun schon den STIGA Combi 50 S AE, den wir über die Testplattform Mein Schöner Garten Haus & Freunde zur Verfügung gestellt bekommen haben. Wie Ihr im Laufe des Berichts lesen werdet handelt es sich nicht um einen klassischen Testbericht, eher um unsere Erfahrungen und was wir interessierten Lesern und potenziellen Käufern bei der Kauferwägung ans Herz legen würden, denn wie wir im Laufe der Zeit feststellen konnten ist Rasenmähen nicht gleich Rasenmähen.

 

STIGA Combi 50 S AE im Test Akkumäher
Wahlweise mit Radantrieb, Holm verstellbar.

Infos, Lieferung und STIGA-Service

Da es sich um ein Markengerät handelt, was über den Fachhandel vertrieben wird, bekommt man immer eine fachkundige Einweisung in sein Gerät, das war also nicht nur ein Bonus für uns als Tester, als uns das Gerät noch im Schneesturm (wir hatten dieses Jahr auf der Schwäbischen Alb laaaaaange Schnee) geliefert wurde. Die Terminabsprache und die Übergabe haben sehr zuverlässig funktioniert, die Einweisung war präzise, vollumfänglich und zügig. Leider war auch unser erster Akku zügig leer, zu zügig für unseren Geschmack, sodass uns nichts anderes übrig blieb, als einen erneuten Termin zu vereinbaren um dem Problem auf den Grund zu gehen. Auch an dieser Stelle möchte ich den Service von STIGA besonders erwähnen. In der heutigen zeit bei dem Überangebot an Produkten ist ein guter Service für uns oft kaufentscheidend. Wir bekamen einen neuen Akku und konnten nun mit etwas Verzögerung auch mit dem Test starten.

Auch wir haben uns so wie jeder potentielle Kunde vorab mit den technischen Details beschäftigt. Die für uns wichtigsten möchte ich kurz auflisten. Mehr Produktdetails findet man natürlich auch bei STIGA direkt auf der Homepage.

Lieferumfang:

Rasenmäher STIGA Combi 50 S AE

Akku 80 V
Fangkorb

Ladegerät

Mulchkit

Gebrauchsanleitung

Details:

Akku-Elektrorasenmäher

Akku 80 V 5,0 Ah mit Ladestandsanzeige

Leistung Motor: 1.500 Watt

Optionen: Fangen, Mulchen, Auswerfen

Schnittbreite: 48 cm

Schnitthöhenverstellung: Ja, 6  Möglichkeiten (26-72 mm)

70 Liter Fangkorb

Radantrieb: Ja mit 3,6 km/h
Gewicht: 33 kg

Geräuschpegel: 93 dB

verstellbarer Handgriff

UVP: Rasenmäher mit einem Akku 849 Euro

UVP: Ersatzakku 349 Euro

Optik, Haptik und auch Bedienung sind top, da gibt es gar nichts auszusetzen. Im Gegensatz zu Elektromähern mit Kabel hat man hier durch das beachtliche Gewicht von 33 kg auch etwas in der Hand. Der STIGA macht einen robusten und langlebigen Eindruck, definitiv mit einem Benziner vergleichbar.

STIGA Combi 50 S AE im Test Akkumäher
3 Modi – Auffangen, Auswerfen und Mulchen möglich.

Unser Rasen und wie wir mähen

Die Rasenfläche entspricht etwa den angegeben 600 Quadratmetern, der Rasen ist weder Englisch noch eine Wildwiese. Gemäht wird bei uns im Frühling, also zu der Zeit mit der größten Mähfrequenz einmal in der Woche. Im Sommer entsprechend weniger. Mehr nicht! Ich hatte mit dem STIGA-Vertreter diesbezüglich eine sehr amüsante Unterhaltung, wie sich regional das Mähverhalten der Menschen über die Republik ändert. Mit einmal in der Woche sind wir hier im Südwesten schon ziemlich häufig dran. Es ist wichtig sich über das eigene Mähverhalten Gedanken zu machen, denn die 600 Quadratmeter, die mit einem Akku machbar sind, sind es nur unter bestimmten Bedingungen.

STIGA Combi 50 S AE im Test Akkumäher
Teil des Gartens- so hoch wächst es etwa in einer Woche, das muss er schaffen!

Auswerfen, Auffangen oder Mulchen?

Bei der Leistung muss man bei der Beurteilung sehr klar die Randbedingungen vorher definieren. Angegeben ist eine Quadratmeterzahl von 600 die mit einer Akkuladung gemäht werden kann. Der STIGA Combimäher kann in 3 verschiedenen Modi betrieben werden. Auffangen, Auswerfen und Mulchen. Außerdem natürlich mit oder ohne Radantrieb. Wir haben in der Kürze der zur Verfügung stehenden Testzeit sowohl das Auffangen mit und ohne Radantrieb, als auch das Mulchen mit und ohne Radantrieb getestet. Mähen mit Auswerfen käme bei uns sowieso nicht in Frage. ABER: Mit Auffangen und Radantrieb hatten wir keine Chance die 600 qm zu bewältigen. Da war etwa nach 350 – 400 qm, respektive 25 Minuten Schluss. Ohne Radantrieb kamen wir etwas weiter, aber nicht viel. Durch das ständige Stoppen und Starten entleert sich der Akku sehr schnell. Die Startströme sind eben auch die Höchsten, aber wenn der Korb voll ist muss man eben stehen bleiben. Würde man die ganze Zeit unter Volllast fahren, käme man bei einem vollgeladenen Akku und den technischen Daten auf eine Mähdauer von 16 Minuten. Also sind unsere Erfahrungen durchaus realistisch. Dennoch haben wir den STIGA Rasenmäher noch nicht gleich abgeschrieben sondern uns mit dem Mulchen beschäftigt was uns zwar durchaus ein Begriff war, wir aber bis dato nie in Erwägung gezogen hatten, da man bei unserem Benziner erst das Messer hätte tauschen müssen um Mulchen zu können. Ganz anders bei diesem Modell, einfach das Mulchkit reingeschoben und schon kann es losgehen. Man sollte beim Mulchen darauf achten, dass etwa 2/3Gras stehen bleiben und 1/3 abgenommen werden, da sonst der Abschnitt im Gras sichtbar bleibt, was nicht gewünscht ist. Also Rasen wieder eine Woche wachsen lassen und losgemulcht auch hier zuerst mit Radantrieb. Und siehe da dann sind die 600 qm möglich, danach ist aber hier der Akku auch leer. Ohne Radantrieb haben wir uns dann gespart zu testen, denn das sollte die Mähdauer ja eher verlängern. Abgesehen davon, dass wir nun den Rasen in einem Zug mähen und die vielen Vorteile des STIGA nutzen können sind wir vom Mulchen absolut angetan. Man hat keinen Abschnitt den man entsorgen muss, dem Rasen werden die Nährstoffe wieder zugeführt und die Grasschicht sorgt dafür, dass der Boden drunter nicht so schnell austrocknet.

Akkurasenmäher STIGA Combi 50 S AE im Test
Mulchkit wird einfach reingeschoben, Messerwechsel nicht nötig.

Akku und Kindersicherung

Ist definitiv kein Leichtgewicht, aber das ist auch gut so, irgendwo muss die Power ja her kommen. Das Wechseln, bzw. herausnehmen des Akkus geht gut, wobei es noch praktischer gewesen wäre, die Klappe nach unten öffnen zu lassen um besser in den Schach einsehen zu können. Geladen solle der Akku in einem gut gelüftet Raum werden, ich finde es riecht nicht so angenehm, außerdem ist der Lüfter des Ladegerätes doch ziemlich laut.

Im gleichen Schacht wie der Akku befindet sich auch die Kindersicherung. Das finde ich insofern vernünftig und wichtig, da sich der Rasenmäher sehr leicht starten lässt. Anders als beim Benziner den man eventuell noch mit einem Starterseil anlassen muss reicht es hier den Knopf zu drücken und den Hebel zu halten. Das einfache Starten ist aber einer der größten Vorteile für mich, und natürlich entfällt so auch meine Ausrede fürs Nichtmähen, denn so bekommt auch die zarteste Frau den Rasenmäher an 😉 .

Akkurasenmäher STIGA Combi 50 S AE im Test
Akku und Kindersicherung

Fazit

Wir tun uns offen gestanden sehr schwer mit einer abschließenden Bewertung, da 850 Euro UVP sehr viel sind. Wer übrigens denkt dass ein Akku günstiger ist als Benzin, der irrt, in 2 Jahren haben wir 10 Liter Benzin „verfahren“. Ein Kundendienst wird übrigens auch bei einem Elektromäher jährlich empfohlen. Ich persönlich bin als Ingenieurin trotzdem von der Power und der leichten Bedienung angetan. Trotzdem finden wir nicht, dass er derzeit schon ein konkurrenzfähiges Produkt zum Benziner ist. Eher für Anwender, deren Fläche zu groß für einen Kabelmäher ist und denen ein Benziner zu laut, zu stinkig zu überdimensioniert erscheint. Wir wollen den STIGA auf keinen Fall schlecht reden, man sollte sich vor dem Kauf einfach ein paar mehr Gedanken machen. Wie viel Fläche habe ich? Wie oft mähe ich? Stört es mich ggf. zwischendrin den Akku laden zu müssen? Brauche ichden Radantrieb? Kommt Mulchen in Frage? Da wir durchweg positive Erfahrungen mit dem Vertrieb hatten wäre unsere klar Empfehlung sich bei Interesse das Gerät direkt daheim zeigen zu lassen, denn so kann man am besten abschätzen ob es für einen geeignet ist. Die Vertreter verfügen ja durchaus über sehr viel mehr Anwendererfahrung als man selbst. Die Aussage 600 Quadratmeter reichen eben nicht aus. Wir sind mit dem jetzigen Modus sehr zufrieden und finden immer mehr Gefallen am STIGA und dem Mulchen.

 Das Produkt wurden uns kostenfrei zu Testzwecken zur Verfügung gestellt.

Danke fürs Teilen :)

Kommentar verfassen