Unold Backmeister 8600 Brotbackautomat im Test

Unold Backmeister 8600 Brotbackautomat im Test

Hallo Ihr Lieben. Bei uns daheim gibt es nur selbst gebackenes Brot, da es uns einfach besser schmeckt, länger hält und ich weiß was ich darin verbacken habe. Bei meiner neuen Küche habe ich darauf geachtet einen sehr leistungsfähigen Backofen zu kaufen, sodass ich auch eine gute Kruste hinbekommen. Wer dieses Glück nicht hat, für den ist vielleicht ein Backautomat eine Alternative.
Ich habe Bianca gefragt, ob Sie nicht einen von Unold für uns testen möchte, da mich Ihr Bericht zum Nuby Zahnbürstenset so überzeugt hatte. Und auch diesen Bericht finde ich hervorragend. Vielen Dank dafür. Texte und Bilder stammen von Bianca und wurden an das Blogdesign angepasst.

Vorgeschichte

Wir hatten schon längere Zeit vor, unseren alten Brotbackautomaten, dessen Knethaken während unseres Umzugs spurlos verschwunden sind, durch einen neuen zu ersetzen. Aber wie das so ist, wir konnten uns für kein Modell so recht entscheiden und haben den Kauf vor uns hergeschoben. Ich war daher entzückt, als Susanne mir vorschlug, diesen Brotbackautomaten für sie zu testen. Leider hat es mit dem Testbericht diesmal etwas länger gedauert, aber ich hoffe ihn sehr informativ gestaltet zu haben.

Allgemeines

Bei dem Backmeister 8600 von Unold handelt es sich einen Brotbackautomaten für kleine, mittlere und große Brote mit 750 bis 1200 g Gewicht. Geknetet wird mit einem einzelnen Knethaken. Die Brotbackform ist von der Grundfläche her nahezu quadratisch, dafür aber recht hoch.

Der Brotbackautomat hat ein paar nette Designmerkmale, die zeigen, dass der Hersteller mitgedacht hat. So gibt es vorne unten an dem Automaten eine kleine Schublade für das Zubehör. Auch ist oben ein Sichtfenster, durch das man den Knet- und Backfortschritt verfolgen kann.

Der Automat verfügt über 12 verschiedene Programme, neben einem Basisprogramm kann man spezielle Programme für Weißbrot, Vollkornbrot, Kuchen, Pizzateig und Marmelade wählen. Auch ein Schnellprogramm für helles Brot ist vorhanden.

Des Weiteren kann man die Backzeit an das Brotgewicht anpassen, die Farbe der Kruste wählen und die Backzeit manuell anpassen. Auch eine Voreinstellung des Backstarts ist möglich.

Es gibt inzwischen ein Nachfolgermodell dieses Brotbackautomaten. Das hier getestete Modell kostete soweit ich in meinen Internetrecherchen feststellen konnte, um die 55 Euro.

Das Gehäuse des Brotbackautomaten ist weiß und aus Plastik.

Erster Eindruck

Beim Auspacken empfand ich einen leichten Plastikgeruch, der jedoch innerhalb von 5 Minuten gänzlich verflogen war. Seitdem ist mir kein Eigengeruch des Automaten mehr aufgefallen.

Ich war zunächst aufgrund des etwas eigenwilligen Designs der Backform und der Tatsache, dass nur mit einem Knethaken geknetet wird, etwas skeptisch. Unsere ersten beiden Brotbackautomaten hatten längliche Backformen und zwei Knethaken.

Das Design ist ganz ansprechend, wenn man mal davon absieht, dass Brotbackautomaten aufgrund ihrer Funktion immer einen etwas klobigen Eindruck machen. Toll fand ich die Idee mit der Schublade für das Zubehör und die Tatsache, dass der Deckel über eine Verriegelung verfügt, die mit einer Taste an der Vorderseite je nach Phase des Knet- und Backfortschrittes geöffnet werden kann oder verriegelt bleibt, um ein versehentliches Öffnen des Automaten während der Backphase und damit ein Auskühlen des Backraums zu verhindern.

Die beiliegende Bedienungsanleitung ist sehr ausführlich, übersichtlich und beinhaltet neben diversen Rezepten für die verschiedensten Brote auch Teigrezepte für Brezeln, Pizzateig und Christstollen, sowie für Konfitüren und Kuchen.

Die Bedienung erscheint einfach und logisch und die Tasten sind durch die Integrierung in die vordere obere Rundung angenehm zu nutzen.

Die über die Taste „Menü“ wählbaren Programme sind im Einzelnen:

  • Basis
  • Weissbrot
  • Vollkorn
  • Schnell
  • Hefekuchen
  • Ultraschnell I + II
  • Teig
  • Konfitüre
  • Backpulver
  • Toastbrot
  • Backen

Mit der Taste „Stufe“ kann die Backzeit an das Brotgewicht angepasst werden. Stufe I ist für kleinere Brotgewichte von ca. 750-1000 g und die Stufe II für Brotgewichte von ca. 1000-1200 g. Über die Taste „Kruste“ lässt sich die gewünschte Bräunung bzw. auch die Härte der Kruste einstellen. Hier kann zwischen hell, mittel und dunkel gewählt werden.

Testphase

Der Brotbackautomat war schnell zusammengesetzt (die Schublade und die Backform mussten eingesetzt werden) und aufgestellt.

Hierbei fielen mir zwei Dinge auf:

Zum einen wird die Backform nicht wie bei anderen Automaten durch Festdrücken arretiert, sondern schräg in den Backraum eingesetzt und durch eine Achteldrehung im Uhrzeigersinn arretiert. Diese Lösung finde ich wesentlich angenehmer in der Handhabung.

Der zweite Punkt ist nicht ganz so erfreulich. Die Schublade passt nicht richtig in die Führung, da die Führungsschienen offenbar zu weit auseinanderliegen. Ergebnis ist, dass die Schublade aus der Halterung rutscht, schräg unter dem Backautomaten hängt und sich nicht richtig auf- und zuschieben lässt.

Erschwerend kommt hinzu, dass nur der Knethaken und das Löffelmaß für die Hefe in die Schublade passen. Der Metallhaken, mit dem man den Knethaken aus dem gebackenen Brot entfernen kann, ist zu groß für die Schublade. Für mich persönlich ist das ungünstig, da ich genau diesen Metallhaken immer irgendwo verlege und stundenlang suche.

Ein weiterer Wermutstropfen ist, dass der Deckel klemmt, bzw. die Taste zum Öffnen anscheinend die Verriegelung nicht richtig löst. Man muss mit einer Hand die Entriegelungstaste drücken und mit der anderen leicht seitlich am Deckel rütteln, damit er sich öffnen lässt.

Die Entriegelungstaste selbst hatte nach wenigen Anwendungen bereits ihren Schriftzug völlig verloren. Diesen Umstand hatte ich bereits vor Inbetriebnahme in einer Amazonbewertung gelesen und für völlig unmöglich gehalten. Aber auch bei mir ist genau das passiert. Im Grunde kein Drama, man weiß ja wofür die Taste da ist, aber es ist doch schade, weil das Gerät dadurch einen Hauch von „abgenutzt“ bekommt.

Die Form der Brote ist für den normalen “Bäckerei-Käufer“ etwas ungewohnt, aber diesen Nachteil haben alle Brotbackautomaten, weil das Brot eben in einer Backform gebacken wird, statt dass der Teigling frei im Ofen aufgehen darf und die gewohnte rundliche Form erhält.

Kommen wir zu den erfreulicheren Dingen:

Mal abgesehen von den Rezepten aus der Bedienungsanleitung, die mir trotz sorgfältiger Umsetzung nicht gelingen wollen, ist das Backergebnis phantastisch. Die Brote haben eine schöne Kruste und sind innen locker und luftig. Da gibt es nichts zu meckern, im Gegenteil: Mit der richtigen Backmischung oder dem richtigen Rezept stehen die Brote in Konsistenz und Geschmack denen aus einer Bäckerei in nichts nach. Wir sind sehr begeistert.

Auch meine Befürchtungen bezüglich der Backform und des einzelnen Knethakens haben sich nicht bestätigt. Die Brote sind perfekt durchgeknetet, gehen super auf und durch die Kombination mit der eher senkrechten Form ist wenigstens nicht das ganze Brot durch den eingebackenen Haken zerstört, sondern nur etwa drei Scheiben.

Außerdem ist die Antihaftbeschichtung der Backform und des Knethakens ganz hervorragend. Das fertige Brot gleitet geradezu aus der Form, der Haken lässt sich ganz leicht aus dem Brot entfernen, nichts klebt an und Haken und Backform sehen anschließend abgesehen von leichten Mehlstaubrückständen aus, als wären sie unbenutzt.

Anmerkungen

Auch wenn es hier um den Brotbackautomaten und nicht um Brotbackmischungen geht, sei doch erwähnt, dass unser absoluter Favorit die „Viva Vital“ Brotbackmischungen vom Netto sind. Die sind unseres Erachtens sogar leckerer als die von Aurora und von Seitenbacher. Im wahrsten Sinne des Wortes am „geschmacklosesten“ fanden wir die Brotbackmischungen vom Penny.

Persönliches Fazit

Wir sind mit dem Brotbackautomaten trotz der kleinen Schönheitsmängel sehr zufrieden. Seine Hauptaufgabe, das Brotbacken, meistert er mit Bravour.

Hätten wir ihn gekauft, hätten wir uns sicher über die kleinen Mängel aufgeregt. Dennoch ist klar erkennbar, dass Unold Ahnung vom Brotbacken hat. Und da wir auch eine Eismaschine von Unold haben und damit sehr zufrieden sind (etwas höherpreisig und wohl daher ohne Schönheitsfehler), würden wir durchaus eine Kaufempfehlung geben. Es gibt viel teurere Maschinen, die auch nicht besser oder sogar schlechter backen.

Vor- und Nachteile auf einen Blick

+ super Antihaftbeschichtung

+ tolles Backergebnis

+ einfach zu bedienen

+ preiswert

+ wenig „Zerstörung“ durch Entfernen des Knethakens

✗ Schublade zu klein und passt nicht in die Führung

✗ „Öffnen“-Schriftzug auf der Taste nach kürzester Zeit fast unleserlich

✗ Rezepte aus der Bedienungsanleitung scheinbar nicht „idiotensicher“

✗ Form des Brotes ist etwas gewöhnungsbedürftig

Danke fürs Teilen :)

5 thoughts to “Unold Backmeister 8600 Brotbackautomat im Test”

  1. Hallo!

    Ich selber besitze ebenfalls einen Brotbackautomaten von UNOLD (und zwar den UNOLD 68415) und bin bisher super zufrieden damit. Ich liebe einfach frisch gebackenes Brot und backe auch sehr oft welches, weshalb sich diese Investition definitiv gelohnt hat!

    Ganz liebe Grüße,
    Anna

  2. Hallo zusammen.
    Ich finde auch, dass Unold die besten Brotbackautomaten herstellt. Ich hatte lange einen von einer No-Name-Firma und war gar nicht zufrieden. Mein Mann hat mir dann irgendwann einen von Unold gekauft und jetzt liebe ich das Teil! Ich backe 3-4 mal die Woche ein Brot. Das ist schon eine tolle Sachen. So hat man immer frisch gebackenes Brot im Haus und hat keine Arbeit damit.

  3. Die Firma Unhold macht meiner Meinung nach wirklich mit die besten Brotbackautomaten. Wir schwören seit Jahren darauf und wurden noch nicht enttäuscht. Brot gelingt (fast) immer 🙂

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